der Matheunterricht entlang an einem Lehrwerk ...

...zweifeln, verzweifeln, lässt mich das immer wieder,

denn ich habe unglaublich unterschiedliche Kinder
und alle wollen etwas lernen...

sinnvolle Lernwege vorbereiten,
sie für Kinder transparent machen,
Material bereitstellen,
Gespräche und Austausch ermöglichen,
gemeinsam mit einem Partner arbeiten
für sich alleine trainieren...

all das sind Bausteine des Unterrichts,
die viel möglich machen
und jedes Kind sinnvoll begleiten

dieses kleinschrittige Vorgehen der Bücher,
jedes macht es ein bisschen anders,
aber die Häppchen bleiben Häppchen,
und für viele Kinder sind sie nicht wirklich passend

besonders im Zahlenraum bis 1000
wird es mir im Augenblick immer wieder schmerzlich bewusst,
wenn ich fernab meiner Klasse
hier in meinem Lernstübchen am Lehrwerk entlangarbeite,
denn ich bin sicher, dass es Kinder gibt,
die den Zahlenraum sicher erfasst haben,
Strukturen kennen und übertragen können
und die ganze Kleinschrittigkeit einfach nicht brauchen,
während andere vielleicht besser im ZR bis 100 
noch an Sicherheit gewinnen sollten,
bevor sie sich dann in eher kleineren und 
überschaubaren Schritten auf den nächsten Zahlenraum einlassen...

Was brauchen die Kinder,
die nicht als Selbstläufer durchpreschen,
was brauchen die, 
die es letztlich mühelos auch selbstständig schaffen würden?

Wenn hier mal all diejenigen einen Beitrag leisten könnten,
die im Augenblick mit Flex und Flo arbeiten,
am besten auch hier in NRW,
(weil sie dann ähnlich weit sein werden, wie wir)
um mit mir zu überlegen,
was man rund ums verflixte Lehrwerk anbieten sollte,
um es für alle möglichst gut zu machen...

LG Gille

Veröffentlicht

12.12.2016

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der Matheunterricht entlang an einem Lehrwerk ...

...zweifeln, verzweifeln, lässt mich das immer wieder,

denn ich habe unglaublich unterschiedliche Kinder
und alle wollen etwas lernen...

sinnvolle Lernwege vorbereiten,
sie für Kinder transparent machen,
Material bereitstellen,
Gespräche und Austausch ermöglichen,
gemeinsam mit einem Partner arbeiten
für sich alleine trainieren...

all das sind Bausteine des Unterrichts,
die viel möglich machen
und jedes Kind sinnvoll begleiten

dieses kleinschrittige Vorgehen der Bücher,
jedes macht es ein bisschen anders,
aber die Häppchen bleiben Häppchen,
und für viele Kinder sind sie nicht wirklich passend

besonders im Zahlenraum bis 1000
wird es mir im Augenblick immer wieder schmerzlich bewusst,
wenn ich fernab meiner Klasse
hier in meinem Lernstübchen am Lehrwerk entlangarbeite,
denn ich bin sicher, dass es Kinder gibt,
die den Zahlenraum sicher erfasst haben,
Strukturen kennen und übertragen können
und die ganze Kleinschrittigkeit einfach nicht brauchen,
während andere vielleicht besser im ZR bis 100 
noch an Sicherheit gewinnen sollten,
bevor sie sich dann in eher kleineren und 
überschaubaren Schritten auf den nächsten Zahlenraum einlassen...

Was brauchen die Kinder,
die nicht als Selbstläufer durchpreschen,
was brauchen die, 
die es letztlich mühelos auch selbstständig schaffen würden?

Wenn hier mal all diejenigen einen Beitrag leisten könnten,
die im Augenblick mit Flex und Flo arbeiten,
am besten auch hier in NRW,
(weil sie dann ähnlich weit sein werden, wie wir)
um mit mir zu überlegen,
was man rund ums verflixte Lehrwerk anbieten sollte,
um es für alle möglichst gut zu machen...

LG Gille

Veröffentlicht

12.12.2016

41 Kommentare
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Hallo, hier kommt meine erste Äußerung in einem online Forum; Kennt Ihr die Roessler Materialien? Weg vom zählenden Rechnen, viel spielerisches Lernen, prima für den Start. Was haltet Ihr davon?

von Schneefloh am 25.05.2022 um 14:43 Uhr 1
antworten
Hallo Gisela, vielen Dank für deine tollen Materialien. Ich arbeite gerne mit der Reihe „Eins, Zwei, Drei“ aus dem Cornelsen Verlag. Es gibt dort unzählige Erweiterungen (Diff.block, Kopiervorlagen, Inklusionsadapter etc.). Ein Schwerpunkt dieser Werk-Reihe liegt auf Sprachförderung im Mathe-Unterricht. Vielleicht findest du dort auch einige Hilfestellungen und Anregungen. Ich arbeite von Seiten der Schule mit Denken und Rechnen und bin chronisch unzufrieden über das Tempo und den Aufbau, deshalb ergänze ich mit den Materialien von „Eins, Zwei, Drei“. LG J.
von Unbekannt am 05.01.2017 um 13:35 Uhr 2
antworten
Liebe Gille! Auch von mir, einer stillen Stöberin, soll es nun einen Kommentar zu dieser Thematik geben. Da ich nun mit meinem Referendariat fertig bin und ab Februar erstmals alleine als Lehrerin tätig sein werde, beschäftigt mich genau diese Frage schon seit einigen Wochen. In Klasse 2 arbeiten wir mit MiniMax (Klett Verlag), das besteht auch aus mehreren Arbeitsheften. Ich mochte es sehr, da es a) sehr gut aufgebaut ist von enaktiven Angeboten zur jeweiligen Thematik und sich dann von ikonischen Aufgaben zu symbolischen steigert, und darüber hinaus zu JEDER Einheit eigene Trainings- und Knobelseiten anbietet. Zusätzlich findet man bei Bedarf immer noch weitere Vorlagen für die Fitten im Lehrerband. Besonders für Planarbeiten fand ich MiniMax genial. In Klasse 3 und 4 arbeiten wir mit den Rechenwegen. Dieses Lehrwerk wiederrum empfinde ich als gruselig, besonders in Kombination mit dem Lehrwerkwechsel für die Kinder. Sie sind von den Darstellungen verwirrt, das Lehrwerk rast davon, hat auf jeder Seite Aufgaben, die nicht zur Einheit gehören und ist rundum einfach nicht kindgerecht aufgebaut. Eben weil einige meiner Rechner noch nicht sicher bis 1000 rechnen und den Aufbau des Zahlenraums noch nicht verinnerlicht haben, weiß ich auch nicht so wirklich Rat, wie hier weitergearbeitet werden soll - alles in allem hat man nämlich immer nur eine Buchseite und eine Arbeitsheft-Seite. Keine Förderung, keine Forderung. Mir wurde einst der Band "Mathetigers Lerntheken und Spiele" empfohlen, der lehrwerksunabhängig eingesetzt werden kann und viel Material zu allen Kompetenzbereichen für alle Jahrgangsstufen enthält. Die 25€ habe ich gern ausgegeben, hier findet sich wirklich sehr viel Zusatzfutter, was aber auch Austausch ermöglicht (Spiele, Konferenzen usw.). Im Allgemeinen versuche ich häufig, offene Aufgaben zu stellen, die die Kinder individuell bearbeiten und dann zusammentragen können. Besonders in Klasse 2 für die Einführung der Division als Umkehraufgabe der Multiplikation war das genial - ich hatte einige Kinder dabei, die wirklich alle Aufgaben des 1x1 "herumdrehen konnten" und den anderen erklärt haben, wie sie zusammenhängen. Und selbst die Kinder mit Förderbedarf haben viel rechnen und verstehen können und waren einfach nur stolz auf ihre Leistung. Das waren die motivierendsten Stunden meines gesamten Referendariats. Huch, jetzt ist das ja auch so ein Roman geworden. Ich bin froh zu sehen, dass auch die Lehrer, die ich heimlich so bewundere, die gleichen Baustellen haben, wie Berufseinsteiger wie ich. Ich bin auf den weiteren Austausch sehr gespannt und finde auch diese Posts von dir immer wieder sehr anregend! Ich wünsche dir eine wundervolle Weihnachtszeit! Saskia
von Unbekannt am 16.12.2016 um 20:31 Uhr 0
Deinen Beitrag habe ich sehr interessiert gelesen und werde noch ein bisschen in deinen Angaben stöbern und mich kundig machen. Zum Thema werde ich sicher Anfang des Jahres noch ein bisschen mehr schreiben. LG Gille
von Gille am 18.12.2016 um 20:14 Uhr 1
antworten